Was ist die Rentenlücke?
Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen dem, was Sie monatlich im Ruhestand ausgeben möchten, und dem, was Ihre garantierten Einkommensquellen — Sozialversicherung, Betriebsrenten und andere laufende Einnahmen — bereitstellen. Diese Lücke muss Ihr Anlageportfolio durch Entnahmen decken.
Die 4%-Regel und die Portfoliogröße
Der am häufigsten verwendete Richtwert für nachhaltige Entnahmen ist die 4%-Regel, die auf der Forschung von Finanzplaner William Bengen basiert. Sie legt nahe, dass ein Rentner, der im ersten Jahr 4% seines Portfolios entnimmt und diesen Betrag jährlich an die Inflation anpasst, sein Vermögen in den meisten historischen Marktszenarien über 30 Jahre hinweg nicht aufgebraucht hätte. Dividiert man den erforderlichen jährlichen Portfolioentnahme durch die gewählte Entnahmerate, erhält man das Portfolioziel.
Warum garantierte Einnahmen alles verändern
Jeder Euro an Renten- oder Mieteinnahmen reduziert den Betrag, den Ihr Portfolio decken muss. Eine monatliche Rente von 1.500 € entspricht bei einer Entnahmerate von 4% zusätzlichen Ersparnissen von 450.000 €. Deshalb kann die Optimierung Ihrer Rentenansprüche eine der wirkungsvollsten Finanzentscheidungen im Vorruhestand sein.
Die Lücke schließen
Wenn Ihre projizierten Ersparnisse das Portfolioziel nicht erreichen, haben Sie drei Hebel: jetzt mehr sparen (die monatliche Beitragszahl aus diesem Rechner), Ihr Ausgabenziel nach unten anpassen oder Teilzeiteinkommen im frühen Ruhestand einplanen. Eine heute erkannte Lücke mit noch 20+ Jahren Zinseszins ist weit günstiger zu schließen als dieselbe Lücke mit 60.